Private Special München Tour: Schloss Schleißheim, 350 Jahre Kurfürst Max II. Emanuel

Vor der Gartenseite von "Neues Schloss Schleißheim"

Am 11. Juli 1662 in München, also vor gut 350 Jahren,  wurde der langersehnte Erbprinz von Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern und Kurfürstin Henriette Adelaide von Savoyen, nämlich Max II. Emanuel geboren.

Anlass genug, dem von ihm geschaffenen Prunkschloss Schleißheim, etwa 20 km nördlich von München, einen Besuch abzustatten. Nicht dass er der erste Bauherr auf diesem Gelände gewesen wäre. Nein, bereits sein Urgroßvater Herzog Wilhelm V. hat diese Örtlichkeit entdeckt und mit einem kleinen Schlösschen geschmückt. Sein Großvater, Kurfürst Maximilian I., hat dieses Schlösschen auf gleichem Grundriss gründlich umgebaut, und hier hat der Erbprinz mit seinen Eltern sicher einige schöne Tage seiner Jugend verbracht. Er selbst aber hat zur grandiosen Erweiterung des Areals beigetragen. Zuerst indem er für seine Hochzeit mit der Habsburger Kaisertochter Maria Antonia das Schlösschen “Lustheim” in einiger Entfernung bauen ließ. Danach indem er dazwischen das mächtige “Neue Schloss” errichtete, das seinem Anspruch als Anwärter auf noch höhere Würden im Deutschen Reich gerecht werden sollte.

Wer war dieser Kurfürst Max II. Emanuel? Bereits im Alter von 18 Jahren durch den Tod seiner Eltern zur Kurfürstenwürde gelangt zeichnete er sich durch Entschlusskraft und persönliche Tapferkeit im Krieg gegen die Türken vor Wien und vor Belgrad aus. Der Lohn war die Ehe mit der Habsburger Kaisertochter, die die Aussicht seines Sohns Joseph Ferdinand auf den spanischen Königsthron mit sich brachte. Der frühe Tod dieses Sohnes verhinderte das jedoch und das  unglückliche Agieren des Kurfürsten im darauffolgenden Spanischen Erbfolgekrieg führte zu seinem 10-jährigen Exil in Brüssel und Paris und für die Bayern zu einer Zeit harter Prüfungen. Der vor diesem Krieg begonnene und dann deswegen unterbrochene Bau des “Neuen Schlosses” – eine Verherrlichung seiner Taten in den Türkenkriegen - wurde nach seiner Rückkehr weitergeführt. Sein früher Tod 1726 verhinderte jedoch die Vollendung, die nachfolgenden Wittelsbacher-Generationen als Aufgabe verblieb.

Treffpunkt: Am Haupteingang des Schlosses.

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